Kampagne 2016

Ich sage Ja!

... und Du schaust mich fragend an,
jede Sekunde ewig lang
und nur mein Herz schlägt viel zu schnell.

Ein Augenblick - die ganze Welt
wenn meine Hand, die Deine hält
und ich Dir diese Frage stell'...

Video und Live-Premiere:
28. Mai 2016
CSD Dresden

 


Ich sage Ja!

Das Projekt 100% MENSCH startet mit dem Song “Ich sage Ja!” seine Kampagne zur Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare

Neue deutsche Welle Star Markus Mörl (Ich will Spaß), Pop-Entdeckung Ela Querfeld, der Echo nominierte Cris Cosmo, die Berliner Schauspielerin und Musikerin Wilhemine, NDR Kolumnistin und Buchautorin Annie Heger sowie 100% MENSCH Gründer Holger Edmaier singen für Liebe und Verantwortung.

“Ich sage Ja!” ist ein Hochzeitssong. Eine Hommage an die Liebe und den besonderen Augenblick in dem diese eine große Frage gestellt wird. An den Augenblick, wenn die Welt für einen Moment den Atem anhält. Die Liebe, die Aufregung, das Zittern ist überall gleich. Sei es eine Mann-Frau-Beziehung oder die Beziehung zwischen zwei Frauen oder zwei Männern, die Gefühle sind dieselben: unendliche Dankbarkeit und überschäumende Freude. “Ich sage ja!” hält diesen Moment fest in einer mitreissenden emotionalen Pop-Hymne. Mitsingen, mitfühlen, mitfreuen!

Liebe ist Liebe. Verantwortung ist Verantwortung. Ehe ist Ehe. Wir sagen Ja!

Deutschland, trau Dich!

Die Niederlande, Belgien, Spanien, Schweden, Norwegen, Frankreich, Dänemark, Großbritannien, Irland – all diese europäischen Länder haben eines gemeinsam: Sie haben verstanden, dass die Ehe Ausdruck für Liebe, Loyalität, Vertrauen und Verantwortung und somit unabhängig vom Geschlecht ist. Als letztes großes westliches europäisches Land hält Deutschland seit 15 Jahren daran fest, die Ehe als Privileg für gemischtgeschlechtliche Paare zu betrachten. Ein Privileg, das sich weder mit dem Grundrecht auf Gleichbehandlung, noch mit dem Anspruch, auf Dauer der wichtigste Wirtschaftsstandort in Europa zu sein, vereinbaren lässt, denn eine moderne Gesellschaftspolitik bestimmt die Attraktivität eines Landes nicht nur für dessen Bevölkerung sonder auch für wirtschaftliche Unternehmen.

Die Debatte um die Öffnung der obligatorischen Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare wird für viele Bürgerinnen und Bürger in zunehmendem Maße verletzend. Statt gelebte Realität von Familie zu akzeptieren, zu fördern und zu schützen, werden veraltete Familienkonzepte priveligiert und bisweilen sogar eingefordert. Statt die Ehe als das anzuerkennen, was sie ist, nämlich ein Vertrag zwischen zwei Menschen und dem Staat, der die Fürsorgepflicht zu Gunsten des Staates zunächst auf die Partnerin bzw. den Partner überträgt und so den Staat entlastet, werden religiöse Traditionen ins Feld geführt. Biologistische Argumente, die die Ehe als einzige Möglichkeit der Kindsempfängnis beschreiben, erscheinen angesichts von Alleinerziehenden, Patchworkfamilien, unverheirateten Eltern und Regenbogenfamilien gerade zu realitätsverweigernd. Den Zweck einer Ehe mit der Fortpflanzung zu begründen, ist genauso eine Ohrfeige für alle Paare, die sich ein Kind wünschen, dieses aber nicht auf natürlicher Weise empfangen können, wie auch für Menschen, die erst im hohen Alter heiraten. Nein, die Ehe hat nichts mit Kinderkriegen zu tun – sie ist eine Fürsorgegemeinschaft zweier sich liebender Menschen. Das Geschlecht ist dabei egal.

Die eingetragene Lebenspartnerschaft konnte nur der erste Schritt auf dem Weg zur kompletten Gleichstellung sein. Bis heute gibt es noch über 100 Gesetze, die ausschließlich für die Ehe gelten – nicht jedoch für die Lebenspartnerschaft. Kurz gesagt, hat die Lebenspartnerschaft alle Pflichten der Ehe übernommen, aber längst nicht alle Rechte zugesprochen bekommen. Daneben ist die Anerkennung der Lebenspartnerschaft im Ausland häufig nicht gegeben, und der Eintrag “Lebenspartnschaft” in einem Formular kommt einem Zwangsouting vor Arbeitgeber*innen, Behörden und Dienstleistungsunternehmen gleich.

Wir fordern keine Homo-Ehe. Wir fordern die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.
Wir fordern nicht mehr Rechte als andere. Wir fordern ausschließlich die gleichen Rechte.

Mit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare wird auch die Adoption von Kindern ermöglicht. Die Debatte um dieses Recht ist eigentlich hinfällig: Gleichgeschlechtliche Paare können – im Gegensatz zur landläufigen Meinung – schon längst Kinder adoptieren. Dafür muss das Kind allerdings zunächst von nur einer*m Partner*in adoptiert werden und kann dann in Folge auch von der anderen Partnerin bzw. dem anderen Partner adoptiert werden. Diese Vorgehensweise ist umständlich, bürokratisch und respektlos. Ebenso ist die derzeitge Praxis heuchlerisch, Pflegekinder oftmals über Jahre hinweg bei gleichgeschlechtlichen Paaren zur Versorgung und Erziehung in Obhut zu geben, exakt den selben Paaren durch Vorenthaltung der Ehe aber die Möglichkeit der Adoption zu verweigern. Kinder brauchen Liebe, Zeit, Verantwortung und Aufmerksamkeit. Das Geschlecht der Eltern spielt dagegen keine Rolle.

Wir sagen ja zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und damit auch die Angleichung des Adoptionsrechts.

Wir sagen ja – zu Verantwortung, Fürsorge und Liebe!




Projekt 100% MENSCH

Die Projekt 100% MENSCH gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt) fördert und fordert die komplette Gleichstellung und Akzeptanz gleichgeschlechtlich liebender Menschen und die Gleichberechtigung aller Geschlechter (LSBTTIQA).

Verwirklicht wird dieses Ziel durch Aufnahme und Aufführung von Charity-Songs, die Ausrichtung von kulturellen Veranstaltungen, die Ausgabe von Publikationen sowie aktiver Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

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Unterzeichner der Charta der Vielfalt

Mitglied im Aktionsbündnis gegen Homophobie

Unterzeichnerin der Stuttgarter Erklärung

Förderung

Die Ausstellung WE ARE PART OF CULTURE wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms "Demokratie leben!" sowie der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Regiestelle Demokratie leben!


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+49 (0)151 205 198 14

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U.St.I.: DE301169354
Geschäftsführer: Holger Edmaier

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